Skat - Glück oder Geschicklichkeit?
Heute soll einmal die interessante Frage diskutiert werden, ob Skat online eigentlich eher den Glücks- oder den Geschicklichkeitsspielen zuzuordnen ist. Vorneweg benötigen wir aber zunächst die Definition, was ein Geschicklichkeitsspiel ausmacht. Werden alle Bestandteile eines Spiels an die vorhandenen Spieler ausgeteilt bzw. sind diese für alle gleich vorhanden, dann spricht man von einem Geschicklichkeitsspiel. Durch das Austeilen aller Karten beim Skat, ist diese Vorraussetzung durchaus erfüllt.
Beim Poker ist es hingegen so, dass viele Karten im Stock bzw. restlichen Kartenstapel verbleiben, was zur Folge hat, dass die Glückskomponente relativ hoch ist. Keiner der Spieler weiß bzw. kann aufgrund der eigenen Karten nur sehr schwer einschätzen, welche Karten als nächste aufgedeckt werden. Natürlich gibt es bestimmte Wahrscheinlichkeiten, die man in Erwägung ziehen kann, um seine Chancen zu erhöhen. Aber dadurch, dass man auch nur sehr schwer durch das Setzen der Mitspieler Aufschlüsse über deren Karten erhält, zumindest bei professionellen Spielern, sinkt die Chance auf die Vorhersage immer weiter und erhöhen die Glückskomponente. Dem kann man natürlich entgegenhalten, dass sich langfristig nur wirklich sehr gute Spieler im Poker durchsetzen. Das kommt daher, dass die psychologische Komponente eine große Rolle spielt.
Die psychologische Komponente beim Skat jedoch ist eher gering und es kommt sehr viel mehr auf die Analyse der eigenen Situation, Einschätzung der gegnerischen Blätter durch das Reizen und die Erfahrung beim Spielen an. Ein guter Skat-Spieler kann auch aus einer eher schlechten Hand noch ein gutes Spiel machen, während dies beim Pokern nur durch bluffen gelingt.